Leerere Gefängnisse in der Corona Pandemie

Ihr Anwalt für Strafrecht in Saarbrücken Thomas Will setzt sich in diesem Blogbeitrag mit Beleidigungen auseinander. Wann gilt etwas als Beleidigung und wann solten Sie einen Anwalt einschalten. Jetzt im Blog spannende Urteile von Ihrem Anwalt für Strafrecht aus dem Saarland lesen und immer informiert sein. Corona Pandemie und Straftaten, sind es mehr oder weniger und wie sieht es in den Gefängnissen aus?

Studie des Europarates zur Zahl der Inhaftierten während der Corona Pandemie

Als Anwalt für Strafrecht aus Saarbrücken sind vor allem Inhaftierungen einer der Hauptgründe, weshalb ich auch im Notfall als Anwalt angefordert werde. Dabei ist im Falle einer Inhaftierung wichtig, sich an das, was man auch oftmals im TV sieht, zu halten: sagen Sie nichts ohne Ihren Anwalt. Auch in der Pandemie wurden Menschen inhaftiert, ob und wie sich die Pandemie auch auf die Rate der Inhaftierten auswirkte, das hat eine Studie des Europarates nun analysiert, mit einem spannenden Ergebnis.

Gab es weniger Inhaftierte während der Corona Pandemie?

Ja, dies bestätigt eine Statistik des Europarates, an der 49 von 52 Mitgliedsstaaten teilgenommen haben. Den stärksten Rückgang verzeichnet laut Pressemitteilung des Europarates Zypern mit 23,8% sowie Montenegro mit 24,4%. In Deutschland gab es im Januar 2021 6,9% weniger Inhaftierte im Vergleich zum Vorjahr. Doch es gab auch Länder, in denen die Gefängnisse nicht leerer wurden: Schweden, Rumänien und Nord-Mazedonien verzeichnen einen Anstieg zwischen 5-8% . Das Land mit der höchsten Inhaftierungszahl Stand Januar 2021 sei Russland. Dort kam es zu 328 Inhaftierten pro 100.000 Einwohner:innen.

Welches sind die Gründe für die leeren Gefängnisse?

Als Gründe für die geringere Anzahl an Inhaftierungen während der Pandemie sehen Forscher:innen die Beschränkungen in der Bewegungsfreiheit während des Lockdowns, sowie das Herunterfahren des Justizsystems auf Grund der Corona Pandemie. Auch die Anzahl der Diebstähle ging zurück, wie Prof. Marcelo Abi in einer Studie mit seinem SPACE Team der Uni Lausanne herausfand. „Weniger Interaktionen zwischen Menschen deuten auf weniger Kontakte zu Kriminalität in öffentlichen Raum, weniger Festnahmen und Personen in Haft hin“, so der Forscher.

Fazit

Die spannende Studie bringt vor allem die Erkenntnis, dass weniger kleine Delikte zu Stande kamen. Im Hinblick auf die Gefängnisstrafen unter einem Jahr konnte durch diese Studie herausgefunden werden, dass die Anzahl bei solchen Gefängnisstrafen unter einem Jahr auf 25,5% gesunken sind. Wir sind alle froh, dass wir uns langsam aber sicher wieder der Normalität nähern und einen geeigneten Umgang mit dem Coronavirus finden. Und hoffen natürlich, dass die Gefängnisse auch weiterhin leerer bleiben und die Straftaten nicht erneut einen Aufschwung erleben.

Sollten Sie einen Anwalt für Strafrecht in Saarbrücken oder dem Saarland benötigen, dann zögern Sie nicht, sich bei unserer Kanzlei für Strafrecht zu melden!

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