Handys, Sex und Knast

Strafakte.de berichtet hier unter Berufung auf einen Bericht der Süddeutschen Zeitung über eine Gefängnispsychologin, die nun selbst in Untersuchungshaft sitzt, weil sie zwei Häftlinge der JVA Stadelheim sexuell missbraucht und ihnen Originalschlüssel der Zellentüren zum Nachmachen überlassen haben soll.

Stadelheim, so Strafakte.de und Süddeutsche, scheine eine Hochburg des Schmuggels und der Bestechlichkeit zu sein. Dort seien hunderte Mobiltelefone sichergestellt worden, auch Drogen gehören zu der Tagesordnung und bereits 2012 sei eine JVA-Beamter zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt worden, weil er Handys und Drogen in die JVA geschmuggelt hatte. Eine JVA-Beamtin sei zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie eine sexuelle Beziehung mit einem Inhaftierten unterhalten habe.

Aus Erfahrung in einem einschlägigen Verfahren, das über mehrere Instanzen seit 2006 läuft, kann ich sagen, dass diese Zustände nicht nur in Stadelheim an der Tagesordnung zu sein scheinen. In den meisten Gefängnissen wird dies so sein, manchmal fliegt es auf, manchmal eben nicht.

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