Der Mandant hatte sich ein wenig als Hobbygärtner betätigt. Herausgekommen waren ein paar kümmerliche Hanfpflanzen, die man eigentlich nicht gebrauchen konnte. Es war also nicht gerade ein dicker Fisch, der da der Polizei ins Netz gegangen war.
Umso weniger kann ich es verstehen, weshalb die Polizei dem Mandanten unnötige Angst machen muss. Der Führerschein sei nun bald weg und das Jugendamt würde ihm auch noch das Kind wegnehmen.
Gerade ein erfahrener Beamter – wie in diesem Fall – sollte es doch nicht nötig haben, solch einen Käse zu erzählen. Natürlich geht in der Regel eine Meldung an die Führerscheinbehörde. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass der Lappen direkt weg ist. Und dass das Jugendamt in solch einem Fall ein Kind aus der familie nimmt, davon habe ich noch nie etwas gehört.
Was soll das, jemandem derart unbegründet Angst zu machen? Die Hoffnung auf ein Umfassendes Geständnis? Vielleicht.
Andererseits müsste ich der Polizei in wirtschaftlicher Hinsicht dankbar sein. Je mehr Angst die Leute haben, umso eher kommen sie zum Anwalt…
