Heute war Hauptverhandlungstag Nummer 3 in einer Sache am Landgericht.
Drei Angeklagte sollen als Bande und mit Waffen Drogen eingeschmuggelt haben. So weit, so normal.
Angeblich sind aber zwei der Angeklagten Mitglieder eines bekannten Motorradclubs.
Das macht die Sache für die Justiz wohl etwas komplizierter.
Daran, dass streng kontrolliert wird, haben wir Verteidiger uns gewöhnt.
Auch daran, dass immer jede Menge Polizei da ist UND die Vorhänge an den Fenstern des Sitzungssaals zugezogen bleiben, damit niemand durch die Fenster schießen kann. Und das, obwohl sich der Zuschaueransturm bis jetzt in Grenzen gehalten hat. Die Zuschauer summieren sich nämlich auf genau 0.
Als ich heute morgen in den Saal wollte, hielt mich ein Wachtmeister zurück, denn der Hund wäre noch drin.
Der Hund? Hat das Gericht einen freilaufenden Wachhund, der nachts die Akten bewacht? Wäre mir neu.
Nein, es war ein Sprengstoffspürhund der den Saal absuchen sollte. Davon habe ich jedenfalls bei den beiden letzten Terminen nichts mitbekommen.
Gefunden hat er nix. Gott sei dank. Der Hund hat mir aber gefallen, der hätte ruhig noch bleiben dürfen.
