Wie Süddeutsche.de berichtet, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einem verurteilten deutschen Drogenhändler 8.000 Euro Entschädigung zugesprochen.

Der 53-jährige Mann war von verdeckten Ermittlern dazu angestiftet worden, ihnen Drogen zu verkaufen. Zuvor war der Mann strafrechtlich noch nie in Erscheinung getreten und hatte sich zudem zunächst geweigert, Drogen zu verkaufen. Die durch die Anstiftung erlangten Beweise hätten laut EGMR nicht für eine Verurteilung herangezogen werden dürfen. Der Gerichtshof wertete die als ein Verstoß gegen das Recht auf ein faires Verfahren. Vor Gericht darf nach der Europäischen Menschenrechtskonvention kein Beweis verwertet werden, der durch Anstiftung von Polizisten erlangt wurde.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.