Das Landesarbeitsgericht München hat das Urteil des Arbeitsgerichts Augsburg bestätigt, das entschieden hatte, dass die Diakonie Neuendettelsau einer Erzieherin, die in ihrer Freizeit Pornos dreht, kündigen durfte. Die fristlose Kündigung erfolgte Anfang letzten Jahres, nachdem herausgekommen war, dass die Erzieherin unter dem Pseudonym Julia Pink in ihrer Freizeit Pornos dreht und diese im Internet veröffentlicht. Die Klägerin war zuvor 15 Jahre bei der Diakonie beschäftigt gewesen.

Das Landesarbeitsgericht sah in dem Privatvergnügen der Erzieherin eine „schwerwiegende sittliche Verfehlung“, die den Wertvorstellungen der evangelischen Kirche und der Diakonie „im Rahmen ihrer Sozialethik widerspricht“. Deshalb sei die Diakonie zur ordentlichen Kündigung berechtigt gewesen.

Eine vom Gericht angeregte gütliche Einigung war nicht zustande gekommen.