Die Justiz überrascht mich mit Ihrer Geschwindigkeit immer wieder. In einer Gewaltschutzsache hatte ich für die Mandantin eine einstweilige Anordnung gegen den Ex erwirkt. Und dann in Folge beantragt, die Kosten gegen den Ex festzusetzen. Das war Mitte Dezember 2015 (!).

Im März 2016 haben wir dann mal telefonisch nachgefragt, weil sich noch nichts getan hatte. Meiner Mitarbeiterin wurde auf der Geschäftsstelle des Familiengerichts mitgeteilt, dass die Sache nun in eine rote Mappe käme und besonders schnell bearbeitet würde. Getan hat sich dann aber nichts. Auch nicht auf mehrere Erinnerungen.

Diese Woche kam dann ein Schreiben des Familiengerichts. Meinem Antrag von Dezember 2015 wäre kein Nachweis über die Gerichtsvollziehergebühren in Höhe von 16,25 Euro beigefügt gewesen. Den Nachweis sollte ich nun nachreichen, damit der Antrag bearbeitet werden könne.

Ganz abgesehen davon, dass der Nachweis ganz sicher dabei war, das Familiengericht brauchte also ernsthaft über ein Jahr um eine fehlende Anlage zu bemängeln…