Ein Polizeibeamter aus Brandenburg wehrte sich mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Cottbus gegen die erkennungsdienstliche Behandlung seines Geschlechtsteils. Ohne Erfolg.

Gegend den Beamten wird wegen eines Sexualdelikts ermittelt. Er soll von seinem Dienstrechner aus über seinen privaten Facebook-Account erotische Kontakte zu einer 13-jährigen aufgenommen haben. Er habe sie aufgefordert, ihm Bilder von sich zu schicken. Er selbst soll ihr lediglich Bilder seines Gesichts und seines unbekleideten Oberkörpers geschickt haben. Trotzdem sei es bei solchen Tätern durchaus zu befürchten, dass sie auch Bilder von ihrem Intimbereich verschicken, so das Gericht. Deshalb sei die erkennungsdienstliche Behandlung des Geschlechtsteils auch im Hinblick auf mögliche Folgetaten wegen der hohen Rückfallgefahr bei Sexualstraftätern ausreichend begründet. Eine Identifizierung über das Geschlechtsteil sei zwar nicht so eindeutig möglich, wie bei Gesichtszügen, allerdings weisen diese Körperteile Merkmale und eine variationsbreite hinsichtlich Größe, Farbe und Gestalt auf, die zumindest eine Eingrenzung der in Betracht kommenden verdächtigen ermöglichen.

E