Auch nach einigen Jahren im Beruf lernt man als Anwalt immer wieder Neues. So war mir z.B. bis vor kurzem unbekannt, dass es bei der Polizei eine „aufmerksame Sicherungshaltung“ gibt. Die nahm einer der Beamten, der meinen Mandanten festnahm, nämlich zunächst ein. So schrieb er es in seinem Bericht.

Dann nahm er sogar die „entschlossene Schießhaltung“ ein. Auch die gibt es wohl.

In der Hauptverhandlung konnte ich mir die Nachfrage, ob es auch eine „unaufmerksame Sicherungshaltung“ oder eine „unentschlossene Schießhaltung“ gibt, dann aber doch verkneifen.

Der Beamte war, ganz anders als ich es nach seinem Bericht vermutet hatte, ein sehr netter, meinem Mandanten äußerst wohlgesonnener und im Sinne meines Mandanten insgesamt sehr sehr guter Zeuge, von dem sich durchaus einige seiner Kollegen eine Scheibe abschneiden könnten.