Der Mandant wurde einer Straftat beschuldigt. Auf einer Überwachungskamera sah man zwei Personen. Eine davon hat dann später eine Straftat begangen. Die eine Person war schnell ermittelt, allerdings konnte der Zeuge die andere Person nicht näher benennen, da die beiden sich erst kurz zuvor kennengelernt hatten. Also schickte die Polizei an alle saarländischen Dienststellen einen Screenshot der Überwachungskamera. Und siehe da, ein Beamter erkannte meinen Mandanten als Täter.

Mit dem Zeugen wurde dann eine Wahlbildvorlage gemacht. Er erkannte niemanden, fügte jedoch hinzu, dass der Täter fast so ähnlich aussehe wie die Person auf Bild Nummer 6, die sei es jedoch nicht gewesen. Auf Bild Nummer 6 sah man meinen Mandanten. Was machte der ermittelnde Polizeibeamte? Er schrieb im Abschlussvermerk, dass der Zeuge meinen Mandanten als Täter identifiziert habe. Und die Staatsanwaltschaft klagte an.

Es war dann eine kurze Verhandlung mit schnellem Freispruch.