Vor dem Landgericht Landshut muss sich zurzeit ein 32 Jahre alter Rechtsanwalt aus Erding wegen Drogenhandels verantworten. Das Handeltreiben mit Kokain und Heroin im Wert von rund 100.000 Euro hat er bereits gestanden.

Der Mann, der in der Szene unter dem Spitznamen „Anwalt des Vertrauens“ bekannt war, arbeitete als Rechtsanwalt in einer Münchner Kanzlei und dealte nebenbei mit Drogen. Das Geständnis lag eine Verständigung zugrunde, der zufolge die Strafe maximal vier Jahre und neun Monate betragen wird.

Beide Eltern des Juristen waren drogenabhängig, er selbst begann im Alter von 13 Jahren zu konsumieren, so berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Der Lieferant der Drogen saß in Aachen und bezog selbst unmittelbar aus den Niederlanden. Alle vier Wochen erhielt der Jurist ein Päckchen, das 20 bis 100 Gramm Kokain enthielt, alle drei bis vier Monate ein Kilo Amphetamin nach Erding. Die Pakete waren als Amazon-Pakete getarnt, die an die Adresse seiner Mutter geliefert wurden. Die Polizei fand bei einer Wohnungsdurchsuchung bei der Mutter Kokain und Amphetamin,unter anderem in einer ausgehöhlten Packung Toastbrot versteckt.