Zeugen sind das häufigste Beweismittel vor Gericht. Und oft auch das einzige Beweismittel. Nicht gerade selten werde ich von Mandanten gefragt, wie es denn sein könne, dass überhaupt angeklagt wurde, wo es doch keine Beweise gebe. Es stehe schließlich Aussage gegen Aussage und alleine aufgrund einer Zeugenaussage könne doch niemand verurteilt werden. Den Mandanten muss ich dann – leider – immer erklären, dass der Zeuge der Beweis ist und dass durchaus aufgrund einer einzigen Aussage verurteilt werden kann. gerade in Betäubungsmittelverfahren oder bei Sexualdelikten hat man meistens nur einen einzigen Zeugen.

 

Einen sehr schönen Artikel zur Problematik der Zeugenaussage und der – falschen – Erinnerung gibt es hier bei Zeit-Online.