Einige Kollegen betreiben den Beruf des Rechtsanwaltes als Nebenerwerb in der sogenannten Wohnzimmerkanzlei. Meist wird der Lebensunterhalt als Angestellter verdient und nebenbei für Freunde und Bekannte ein paar Mandate bearbeitet, wenn es sich so ergibt.

 

Heute bekam ich in einer Kündigungsschutzklage den Antrag auf Terminsverlegung des gegnerischen Kollegen zugestellt. Darin erklärt der Kollege, dass er Rechtsanwalt nur nebenbei sei und zum Zeitpunkt des anberaumten Termins in seinem eigentlichen Beruf arbeiten müsse. Der Termin wurde verlegt und grundsätzlich habe ich damit kein Problem. Ein hauptberuflich tätiger Kollege bekommt einen Termin normalerweise auch unproblematisch bei einer Terminskollision verlegt.

Einen etwas seltsamen Eindruck hat es bei mir trotzdem hinterlassen.