Eigentlich wollte ich nichts zum Thema Edathy schreiben. Viel zu sehr nerven mich die Stammtischgespräche, dass sich dieser Pädophile mit 5000 Euro freikaufen konnte. Und gerade als Strafrechtler wird man auf solche Themen leider gerne angesprochen. Die meisten scheint es nicht zu interessieren, dass niemand außer den Verfahrensbeteiligten weiß, ob Herr Edathy überhaupt kinderpornographische Bilder auf dem Rechner hatte.

Der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer hat es in seiner Kolumne in der Zeit wunderbar auf den Punkt gebracht.

„Der vernichtenden Gewalt des Redlichen kann nur entkommen, wer sie freudig begrüßt und aktiv unterstützt. Gerechtfertigt wird dies mit der goldenen Regel aller Stammtische: Wer nichts zu verbergen hat, muss auch nichts befürchten. Ganz ähnlich sieht man das in Nordkorea.“

 

Unbedingte Leseempfehlung!