Ich habe in einer Beratungshilfesache mit dem Amtsgericht abgerechnet und eine Geschäftsgebühr geltend gemacht. Inklusive MwSt. gibt es dann sagenhafte 99,96 €.
Wenn dann Monate später vom Amtsgericht die Aufforderung kommt, ich solle bitte das Entstehen  der Geschäftsgebühr nachweisen, fühle ich mich ein wenig auf den Schlips getreten.
Dieser Aufforderung bedeutet nichts anderes als dass das Amtsgericht meiner Versicherung, dass Schriftverkehr mit der Gegenseite stattgefunden hat, nicht glaubt.
Ich frage mich dann immer ob man als Anwalt per se unglaubwürdig ist, so dass ein Nachweis verlangt werden muss.
Naja, es geht ja auch immerhin um 70 €. Da muss man natürlich als Gericht Arbeitskraft, Papier und Porto einsetzen um solch einem Großbetrug entgegenzuwirken.
Ganz abgesehen davon, dass nichts einfacher ist als wenigstens einen Einzeiler an die Gegenseite rauszuhauen.Und schon ist die Geschäftsgebühr entstanden.